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Geld leihen – so geht's:

Überblick über die eigenen Finanzen behalten

„Warum ist am Ende des Geldes so viel Monat übrig?“ Diese saloppe Frage bewahrheitet sich häufiger als manchem lieb ist. Im Laufe der Zeit können sich Zahlungsverpflichtungen wie Handytarife, Versicherungsbeiträge, Spritkosten und vieles mehr zu einer unüberschaubaren Menge an Ausgaben anhäufen. Ein Überblick über Einnahmen und Ausnahmen kann Klarheit über die eigene finanzielle Situation verschaffen und Möglichkeiten aufzeigen, Einnahmen entweder zu erweitern oder Ausgaben zu verringern.

Das Problem: fehlende oder unorganisierte private Finanzbuchhaltung

Wenn es um die eigenen Finanzen geht, fehlt es vielen Menschen an der nötigen Disziplin und Aufmerksamkeit. Sie lassen ihre finanziellen Geschäfte des täglichen Lebens laufen und schauen nur darauf, wie viel sich noch im Portemonnaie oder auf dem Konto befindet. Die Möglichkeiten, schnell und unkompliziert einen kleinen Kredit aufzunehmen, auf Rechnung zu zahlen oder gleich per Lastschrift abbuchen zu lassen, haben die Neigung verschärft, sehr sorglos mit dem eigenen Geld umzugehen.

Das Problem geht jedoch über die persönliche Einstellung zu Geld noch hinaus. Obschon Geld stets als knapp empfunden wird, unterziehen sich nur die Wenigstens der Aufgabe, ihre Finanzen zu dokumentieren. Mangels einer privat geführten Buchhaltung und angesichts großer Wissenslücken mit Blick auf Finanzen landen daher nicht wenige im Schuldensog. Seit Jahren sind in Deutschland Privatinsolvenzen drei- bis viermal so häufig wie Unternehmensinsolvenzen.

Die Lösung: Führung eines Haushalts- oder Kassenbuchs

Der erste und wichtigste Schritt liegt darin, sich der eigenen Einstellung zum Geld bewusst zu werden und dieses ernster zu nehmen als zuvor. Die Erkenntnis, für die eigenen Finanzen auch selbst verantwortlich zu sein, resultiert sogleich im Anlegen und Führen eines Haushalts- oder Kassenbuchs. In diesem werden sämtliche Einnahmen und Ausgaben aufgeführt, die in einer Woche, einem Monat und einem Jahr anfallen.
So kann man eine Einnahmenseite erstellen, auf der Eingänge wie Gehalt und andere Nebenverdienste aufgelistet werden. Den Einnahmen gegenüber gestellt werden Ausgaben, beginnend mit sich wiederholenden festen Ausgaben wie Lebenshaltungskosten, darüber hinaus die im Laufe von Wochen und Monaten anfallenden Ausgaben für Kleidung, private Hobbys und mehr. So gewinnt man einen ersten Überblick, woher welche Einnahmen stammen und wohin das eingenommene Geld wieder fließt.

Ein Haushaltsbuch zu führen ist weder schwer noch kompliziert, angesichts moderner Technik in PCs und Laptops muss es auch nicht auf Papier geschrieben werden. Beispielsweise kann mithilfe des Microsoft Office Programms Excel eine übersichtliche Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben selbst erstellt werden. Im Internet finden sich dazu entsprechende Anleitungen. Noch etwas einfacher zu handhaben sind spezielle Buchhaltungsprogramme wie Quicken 24 oder WISO Mein Geld 2013, die für kleines Geld erworben werden können. Mithilfe dieser digitalen Finanzmanager werden anschauliche Übersichten über die eigenen finanziellen Verhältnisse erstellt, die mit zusätzlichen Funktionen dabei helfen, Sparpotenziale zu erkennen und Einnahmen wie Ausgaben in Balance zu bringen.