In der heutigen Zeit sind Kredite selbstverständlicher denn je. Wer kurzfristig eine dringende Anschaffung tätigen, eine Rechnung bezahlen oder sich einen anderen Wunsch erfüllen möchte, kann sich auf diese Weise innerhalb weniger Tage Geld leihen. Allerdings ist das Angebot an Krediten inzwischen riesig – genau deshalb ist es so wichtig, im Vorfeld einen Kreditvergleich im Internet durchzuführen.

Warum sich ein Kreditvergleich lohnt – die vielen Vorteile

In den letzten 10 Jahren hat das Internet einen großen Beitrag dazu geleistet, dass Kredite heutzutage für viele Menschen als absolute Selbstverständlichkeit gelten. Noch bis vor einigen Jahren war es gang und gäbe, sich zu seiner Hausbank zu begeben und mit einem Bankberater ein – häufig unangenehmes – Gespräch zu führen. Über das Internet ist die Beantragung eines Kredits deutlich einfacher: Man gibt seine persönlichen Daten ein, legitimiert sich und reicht gegebenenfalls noch weitere Unterlagen ein – schon erhält man eine Zu- oder Absage für den Kredit.

Genau für diesen Zweck bietet es sich an, im Vorfeld einen Kreditvergleich zu nutzen. Dieser veranschaulicht die Kreditangebote zahlreicher Filial- und Direktbanken übersichtlich, so dass man sich nur noch das Darlehen mit den besten Konditionen auswählen muss. Einer der größten Vorteile eines Online-Vergleiches ist somit, dass man sich sicher sein kann, das beste Angebot zu wählen. Würde man die Angebote der einzelnen Banken manuell recherchieren, wäre man wohl mehrere Stunden lang beschäftigt. Ein Kreditvergleich dauert im Gegensatz dazu nur wenige Minuten und gibt einen schnellen Überblick.

Worauf sollte bei einem Kreditvergleich geachtet werden?

Führt man einen Kreditvergleich im Internet durch, sollte man sich in keinem Fall für das erstbeste Angebot entscheiden, nur weil es zunächst günstig wirkt. Es ist wichtig, sich bei der Auswahl Zeit zu nehmen und die Konditionen der einzelnen Banken genau miteinander zu vergleichen. Schließlich handelt es sich bei einem Kredit um eine finanzielle Belastung, die man nicht vorschnell auf sich nehmen sollte.

Dazu gehört unter anderem auch, sich über die angemessene Höhe der Monatsraten Gedanken zu machen. Wer ein Darlehen aufnehmen will, sollte im Vorfeld überlegen, wie viel Geld er pro Monat für die Tilgung des Kredits nutzen kann. Am besten notiert man sich hierfür sämtliche Ein- und Ausgaben genau – nur so weiß man, was am Monatsende wirklich für den Kredit übrig bleibt. Zur Sicherheit sollte allerdings stets ein kleiner Puffer für unerwartete Kosten eingeplant werden. Die richtige Ratenhöhe hat man dann gefunden, wenn das Geld jeden Monat problemlos bezahlt werden kann. Hinsichtlich der Laufzeit wirken günstige Kreditraten natürlich auf den ersten Blick verlockend, dennoch fallen mehr Zinsen an, wenn die Rückzahlung länger dauert. Deshalb sollte man die Kosten so gering wie möglich halten und auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ratenhöhe und Laufzeit achten.

Es kann unter Umständen sinnvoll sein, bei einem Kreditvergleich auch gleich den Verwendungszweck anzugeben. Natürlich könnte es der Bank in erster Linie egal sein, wofür man sein Geld verwendet – allerdings lässt sich auf diese Weise durchaus Geld sparen. Spezielle Kredite, wie beispielsweise Immobilien- oder Autokredite, werden von vielen Banken an einen festen Verwendungszweck gekoppelt. Dann muss der Verbraucher zwar die gesamte Summe in genau diesen Zweck investieren, allerdings profitiert er dafür in der Regel von deutlich günstigeren Konditionen als bei einem „Allzweckkredit“.

Sind in einem Kreditvertrag Sondertilgungen erlaubt, ist dies ein klares Plus. Denn auf diese Weise ist man nicht an die feste Höhe der Raten gebunden, sondern kann spontan auch einmal mehr Geld als erforderlich zurückzahlen. Dadurch reduzieren sich wiederum die folgenden Kreditraten und die Belastung wird immer geringer. Sondertilgungen sparen natürlich auch Zinsen. Allerdings sollten Verbraucher unbedingt darauf achten, dass Sondertilgungen kostenlos sind. Denn die Banken wissen natürlich, dass ihnen dadurch Zinsen entgehen, was wiederum Kosten verursacht – und diese soll der Kunde dann häufig durch zusätzliche Gebühren ausgleichen. Ob und wie Sondertilgungen gezahlt werden können, steht im Kreditvertrag und sollte unbedingt vor dem Abschluss berücksichtigt werden.

Ein weiteres Kriterium ist der effektive Jahreszins, der ein ausschlaggebender Faktor für die Entscheidung für oder gegen eine Bank ist. Denn im Gegensatz zum nominalen Zinssatz sind im effektiven Jahreszins die tatsächlichen Kosten für einen Kredit enthalten – also auch Bearbeitungsgebühren und Ähnliches. Grundsätzlich sollte die Kreditbelastung monatlich nicht mehr als 15 % des Einkommens betragen, damit kein allzu hohes finanzielles Risiko eingegangen wird. Hat man noch weitere laufende Kredite, ist eine noch geringere Belastung empfehlenswert.

Sind Kredite im Internet günstiger als in der Bankfiliale?

Die vertraute Hausbank ist für viele Verbraucher die erste Anlaufstelle, wenn sie einen Kredit aufnehmen möchten. Allerdings lohnt sich ein Kreditvergleich fast immer, denn Direktbanken im Internet bieten meist deutlich günstigere Zinsen. Bei einer Direktbank handelt es sich um eine Bank, die ausschließlich online agiert und keine Filialen unterhält. Dies spart enorme Kosten, die wiederum in Form von günstigeren Zinsen direkt an den Kunden weitergegeben werden können. Somit empfiehlt es sich, das Angebot verschiedener Direktbanken zu prüfen, ehe man sich vorschnell entscheidet.

Wer kann einen Kreditvergleich durchführen?

Eine Kreditvergleich ist grundsätzlich immer unverbindlich und nimmt lediglich einige Minuten in Anspruch. Auf die eigene Bonität bei der Schufa hat dies keinen Einfluss. Erst wenn man sich für einen Kredit entscheidet und einem Vertrag zustimmt, wird dies in der Schufa vermerkt und hat Einfluss auf die Bonität.

Grundsätzlich kann ein Vergleich von jedem durchgeführt werden, da er kostenfrei ist. Allerdings ist es natürlich nicht sinnvoll, eine Kreditanfrage bei einer Bank zu stellen, zu dessen Zielgruppe man nicht zählt. Die Annahmekriterien von Direkt- und Filialbanken sollten daher berücksichtigt werden, denn sie sind für die Kreditzusage entscheidend. Festangestellte, die alleinstehend sind, ein Nettoeinkommen von 2.500 Euro haben und keinen Unterhalt leisten müssen, werden in der Regel gerne von Banken angenommen.

Angestellte mit einem befristeten Arbeitsvertrag, Selbstständige, Studenten und Freiberufler sind da schon eine etwas größere Risikogruppe für Banken. Ihr Einkommen ist meist nicht langfristig gesichert – Banken gehen dadurch ein höheres finanzielles Risiko ein. Daher kann es entweder zu teureren Kreditzinsen oder zu einer vollständigen Ablehnung führen, wenn man kein festes Einkommen vorweisen kann. Bei einem negativen Schufa-Eintrag erfolgt in den meisten Fällen eine sofortige Ablehnung.